Emilie Weimar

(c) Stolpersteine Einbeck, Frank Bertram

Emilie Weimar wird am 29. Oktober 1872 oder 1873 in Espenstadt geboren. Ihre jüngere Schwester Agnes, geboren 1866, ist seit 1890 mit dem Buchhändler Oskar Ammon in Einbeck verheiratet, der 1887 in die Benser Straße 1 gezogen ist. Vater Robert Weimar zieht 1891 als Rentner mit seiner Frau Meta zu der Tochter Agnes in die Benser Straße 1. 1916 stirbt Emilie Weimars Vater, 1917 die Mutter von Emilie. Ein Aufenthalt von Emilie bei den Eltern in der Benser Straße 1 in Einbeck lässt sich für wenige Tage im Jahr 1909 feststellen.

Nach Aufenthalten in verschiedenen Heil- und Pflegeanstalten befindet sie sich 1923 in der Provinzheilanstalt in Göttingen. Am 29. April 1941 wird sie dort zusammen mit anderen Patienten in die Landesheilanstalt Weilmünster verlegt, die zu der Zeit als „Zwischenanstalt“ für die Tötungsstation Hadamar fungiert. Am 13. Juni 1941 wird Emilie Weimar in einem Transport mit 99 anderen Patienten nach Hadamar verbracht. Dieser Tag wird als Todesdatum angesehen, da die Patienten am gleichen Tag der Ankunft in Hadamar in der Gaskammer der Anstalt im Keller des Gebäudes vergast wurden. Das offizielle Todesdatum und die Todesursache werden von den Behörden gefälscht.

Benser Straße 1.

Benser Straße 1.

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