Danke: Die ersten Stolpersteine sind verlegt

Der Initiativkreis „Stolpersteine für Einbeck“ ist dankbar für die Verlegung der ersten Messingtafeln in den Gehwegen, die an jüdische Opfer des Nationalsozialismus erinnern, die einstmals unsere Nachbarn waren. Gunter Demnig hat am 12. Februar 2016 insgesamt 15 Stolpersteine vor vier Häusern in Einbeck verlegt.

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15 Stolpersteine vor vier Häusern

Die ersten 15 Stolpersteine in Einbeck werden am Freitag, 12. Februar, zwischen 9 und 12 Uhr vor vier Häusern in Einbeck verlegt. Der Initiativkreis „Stolpersteine für Einbeck“ lädt ein dabei zu sein – während der gesamten Zeit oder aber auch nur an einzelnen Orten (hier geht’s direkt zum Ablaufplan am 12. Februar). Der Kölner Künstler Gunter Demnig wird die mit einer gravierten Messingtafel versehenen Betonsteine vor den letzten selbstgewählten Wohnorten in den Gehweg verlegen. Er hat bislang schon mehr als 50.000 solcher Stolpersteine in mehreren Ländern Europas verlegt, mit ihnen soll an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert werden. Die Opfer waren Nachbarn, sie lebten mit den anderen Einbeckern Tür an Tür. Beginn ist am 12. Februar um 9 Uhr vor dem Haus Bürgermeisterwall 6. Hier werden sechs Stolpersteine für Familie Stern/Strauß verlegt. Nach einem kurzen Musikstück (Günter Tepelmann, Saxophon) beginnt Gunter Demnig mit der Verlegung. Vom Ausheben des kleinen Loches über das Einpassen bis zum Verfüllen – alles ist Teil des Projekts und wird von Gunter Demnig erledigt. Im Bürgermeisterwall wird es auch die Begrüßung und ein Grußwort von Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek geben. Anschließend werden gegen 9.45 Uhr vor dem Haus Altendorfer Straße 27 für Familie Adler sechs Stolpersteine verlegt; da mehrere Nachfahren der Familie erwartet werden, werden die Familienmitglieder selbst die Biografien verlesen. Dort wird auch das Kaddisch, ein jüdisches Gebet, gesprochen. In der Maschenstraße vor Haus Nummer 5 wird gegen 10.30 Uhr ein Stolperstein für Martin Cohn verlegt. Gegen 11.15 Uhr werden vor der Tiedexer Straße 5 zwei Stolpersteine für Bertha und Elsa Archenhold in den Gehweg eingelassen. Im Alten Rathaus endet der Vormittag gegen 11.45 Uhr bei Gelegenheit zu Gesprächen mit Klezmermusik eines Streichquartetts.

Die Stolpersteine sollen alltägliche Mahnmale sein, an denen man nicht vorbei gehen kann. Sie sollen die Namen der Opfer des Nationalsozialismus zurück bringen und an jedes einzelne Schicksal erinnern. Der Initiativkreis ist organisatorisch eine satzungsgemäße Arbeitsgruppe des Fördervereins Alte Synagoge in Einbeck. Er versteht sich als Antragsteller gegenüber dem Künstler Gunter Demnig und der Stadt Einbeck. Stolpersteine werden nur dann verlegt, wenn Nachfahren und Angehörige – falls vorhanden – einverstanden und nachdem heutige Hauseigentümer und Bewohner informiert sind. Die Finanzierung der 96 mal 96 Millimeter großen Stolpersteine inklusive der Verlegung wird ausschließlich durch private Spenden ermöglicht. Es werden keine öffentlichen Gelder eingesetzt. Ein Stolperstein kostet 120 Euro.

Ablaufplan am 12. Februar

Zur Verlegung der ersten 15 Stolpersteine an vier Orten in Einbeck am Freitag, 12. Februar, ab 9 Uhr sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Eine Teilnahme ist während der gesamten Zeit möglich, aber ebenso auch ein Besuch nur einer oder zwei Verlegungen im Verlauf des Vormittags.

BÜRGERMEISTERWALL 6

9 Uhr: kurze Musik, Beginn der Verlegung durch Gunter Demnig

im Anschluss: Begrüßung, Grußwort Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek, Verlesung der Familien-Kurzbiographie

ALTENDORFER STR. 27

Ca. 9.45 Uhr: kurze Musik, parallel Beginn der Verlegung durch Gunter Demnig

Ca 9.50 Uhr: kurze Ansprache mit Darstellung der Familienbiographie durch Familie Adler

Im Anschluss: Kaddisch

MASCHENSTR. 5

Ca. 10.30 Uhr: kurze Musik, parallel Beginn der Verlegung durch Gunter Demnig

Ca. 10.35 Uhr: Verlesung der Kurz-Biographien

TIEDEXER STR. 5

Ca. 11.15 Uhr: kurze Musik, parallel Beginn der Verlegung durch Gunter Demnig

Ca. 11.20 Uhr: Verlesung der Kurz-Biographien

ALTES RATHAUS

Ca. 11.45 Uhr: Klezmermusik des Quartetts in der Rathaushalle

Gelegenheit zu Gesprächen

Veranstaltungsende

Die ersten Stolpersteine

Nach den aktuellen Planungen werden die ersten Stolpersteine in Einbeck am Freitag, 12. Februar 2016, an den folgenden vier Standorten verlegt: Bürgermeisterwall 6 (ab 9 Uhr), Altendorfer Straße 27 (ab circa 9.45 Uhr), Maschenstraße 5 (ab circa 10.30 Uhr), Tiedexer Straße 5 (ab circa 11.15 Uhr) .

Weitere Einzelheiten dazu werden rechtzeitig hier veröffentlicht.

Stolpersteine.

Stolpersteine.

Der Initiativkreis

Gunter Demnig verlegt Stolpersteine.

Gunter Demnig verlegt Stolpersteine.

Der Initiativkreis „Stolpersteine für Einbeck“ möchte als bürgerschaftliches Engagement die Verlegung von Stolpersteinen in Einbeck ermöglichen. Stolpersteine sind ein im Jahre 2000 begonnenes Projekt des Künstlers Gunter Demnig (www.stolpersteine.eu), der inzwischen mehr als 50.000 der Messing-Gedenktafeln in über 1300 Orten in ganz Europa verlegt hat. Die Stolpersteine sollen alltägliche Mahnmale sein, an denen man nicht vorbei gehen kann. Sie sollen die Namen der Opfer des Nationalsozialismus zurück bringen und an jedes einzelne Schicksal erinnern.

Jeder kann Vorschläge an den Initiativkreis richten, wo und für wen Stolpersteine verlegt werden sollten. Der Initiativkreis versteht sich als Antragsteller gegenüber dem Künstler Gunter Demnig und der Stadt Einbeck. Die Finanzierung der Stolpersteine inklusive der Verlegung wird ausschließlich durch private Spenden ermöglicht. Ein Stolperstein kostet 120 Euro.

Spenden sind möglich auf das Konto des Fördervereins Alte Synagoge in Einbeck e.V, er ist gemeinnützig i.S. der §§ 51 ff. AO, Stichwort „Stolpersteine“:
Sparkasse Einbeck IBAN: DE46 2625 1425 0002 0230 34   BIC: NOLADE21EIN
Volksbank eG Seesen IBAN: DE67 2789 3760 0003 6730 00 BIC: GENODEF1SES

Organisatorisch ist der Initiativkreis eine satzungsgemäße Arbeitsgruppe des Fördervereins Alte Synagoge in Einbeck e.V.

Mitglieder des Initiativkreises sind Frank Bertram, Susanne Gerdes, Dr. Elke Heege, Ulrich Hoppe, Inge und Jürgen Hüttig, Dr. Florian Schröder, Dr. Olaf Städtler, Robert Stafflage und Joachim Voges. Sprecher des Initiativkreises sind Joachim Voges und Robert Stafflage.

Der Initiativkreis Stolpersteine hat sich auf folgenden Grundsätze verständigt:

  • Stolpersteine sollen nur dann verlegt werden, wenn Nachfahren und Angehörige, falls vorhanden, einverstanden und nachdem heutige Hauseigentümer informiert sind.
  • Opfer ohne Angehörige sollen nicht ohne Stolperstein bleiben – der Initiativkreis berücksichtigt das und nimmt diese Gruppe besonders in den Blick. Nicht zweckgebundene Spendengelder sollten vorrangig für diese Opfer-Gruppe verwendet werden.
  • Die Finanzierung der Stolpersteine inklusive der Verlegung wird ausschließlich durch private Spenden ermöglicht. Es werden keine öffentlichen Gelder eingesetzt.