Weitere Termine geplant

Gunter Demnig verlegt Stolpersteine.

Die nächsten Stolpersteine in Einbeck werden im November 2019 und im Juni 2020 verlegt. Die genaueren Termine werden noch rechtzeitig vom Initiativkreis bekannt gegeben, der zurzeit die Recherchen für die Menschen realisiert, an die mit den nächsten Steinen erinnert werden soll. Spenden für die nächsten Aktionen sind jederzeit möglich, die Verlegung eines Steines kostet rund 150 Euro. Der Initiativkreis ist organisatorisch eine satzungsgemäße Arbeitsgruppe des Fördervereins Alte Synagoge in Einbeck. Er trägt die Gesamtverantwortung für die Realisierung vor Ort, ist Antragsteller gegenüber dem Künstler Gunter Demnig und der Stadt Einbeck. Die Finanzierung der Stolpersteine inklusive der Verlegung wird durch private Spenden ermöglicht. Diese sind jederzeit möglich auf das Konto des Fördervereins Alte Synagoge bei der Sparkasse Einbeck (IBAN DE46 2625 1425 0002 0230 34) mit dem Stichwort „Stolpersteine“.

Danke: Die Stolperschwelle ist verlegt

Stolperschwelle.

Der Initiativkreis „Stolpersteine für Einbeck“ ist dankbar für die Verlegung einer Stolperschwelle in Erinnerung an die Zwangsarbeiter. Die Inschrift lautet:

IN ERINNERUNG AN MEHR ALS 1000 MÄNNER, FRAUEN, KINDER, ZIVILISTEN UND KRIEGSGEFANGENE

1940 – 1945  AUSGENUTZT ALS ZWANGSARBEITER

IN  INDUSTRIE, HANDEL, GASTRONOMIE, HAUSHALTEN, LANDWIRTSCHAFT, VERWALTUNG

ENTRECHTET – GEDEMÜTIGT – MISSHANDELT –  VIELE VON IHNEN ERMORDET

Gunter Demnig hat am 25. Juni 2018 die Stolperschwelle vor dem Eingang zum Neuen Rathaus in Einbeck verlegt.

Verlesen wurde eine Liste von Namen der Zwangsarbeiter, die in Einbeck starben, und eine Liste mit Unternehmen, die Zwangsarbeiter beschäftigten. Foto: Florian Schröder

Gunter Demnig verlegt die Stolperschwelle vor dem Eingang zum Neuen Rathaus. Foto: Florian Schröder

 

Verlegung am 25. Juni 2018. Foto: Florian Schröder

 

Verlegung einer Stolperschwelle am 25. Juni

Der Eingang zum Neuen Rathaus. Hier soll die Stolperschwelle am 25. Juni 2018 verlegt werden.

Zum dritten Mal werden in Einbeck Stolpersteine verlegt, mit denen an Opfer des Nationalsozialismus erinnert werden soll. In diesem Jahr wird es am 25. Juni allerdings eine so genannte Stolperschwelle sein, die der Initiativkreis in den Boden legen lässt. Denn es gibt Orte, an denen Hunderte Stolpersteine mit Namen verlegt werden könnten. Die Stolperschwelle in Einbeck soll in Erinnerung an mehr als 1000 Männer, Frauen und Kinder verlegt werden, die in Einbeck zwischen 1940 und 1945 als Zivilisten oder Kriegsgefangene zur Zwangsarbeit ausgenutzt und als billige Arbeitskräfte ausgebeutet worden sind: In Industrie, Verwaltung, Handel, Handwerk, Gastronomie, privaten Haushalten und Landwirtschaft wurden diese Menschen entrechtet, gedemütigt und misshandelt, viele fanden den Tod – durch Mangelernährung und unzureichende medizinische Versorgung. Bekannt sind auch zwei Hinrichtungen in Einbeck am 14. Juni 1944. Der Kölner Künstler Gunter Demnig wird die mit einer gravierten Messingtafel versehene 10 x 100 Zentimeter Meter lange Stolperschwelle in Einbeck vor dem Eingang zum Neuen Rathaus verlegen. Stolpersteine sollen alltägliche Mahnmale sein, an denen man nicht vorbei gehen kann; gleiches gilt für die Stolperschwelle. Der Ort vor dem Neuen Rathaus, das heute täglich viele Menschen besuchen, ist deshalb bewusst gewählt worden. Der Initiativkreis „Stolpersteine für Einbeck“ lädt alle Interessierten ein, am Montag, 25. Juni, um 11 Uhr dabei zu sein. Nach einem kurzen Musikstück von Günter Tepelmann, der Begrüßung durch IK-Sprecher Robert Stafflage und dem Grußwort des stellvertretenden Bürgermeisters Marcus Seidel beginnt Gunter Demnig mit der Verlegung. Mitglieder des Initiativkreises berichten währenddessen über das Schicksal der Zwangsarbeiter. Vom Ausheben des Stolperstein-Loches über das Einpassen bis zum Verfüllen – alles ist Teil des Projektes und wird von Gunter Demnig erledigt. Das gilt für die Stolperschwelle ebenso wie für die Stolpersteine, von denen seit den Jahren 2016 und 2017 in Einbeck bislang insgesamt 29 Steine vor den letzten selbst gewählten Wohnorten der Opfer des Nationalsozialismus im Gehweg liegen. In der nahen Mendelssohn-Musikschule am Ostertor endet am 25. Juni nach der Verlegung der Stolperschwelle der Vormittag bei Gelegenheit zu Gesprächen. Der Initiativkreis ist organisatorisch eine satzungsgemäße Arbeitsgruppe des Fördervereins Alte Synagoge in Einbeck. Er trägt die Gesamtverantwortung für die Realisierung vor Ort, ist Antragsteller gegenüber dem Künstler Gunter Demnig und der Stadt Einbeck. Die Finanzierung der Stolpersteine inklusive der Verlegung wird durch private Spenden ermöglicht. Diese sind jederzeit möglich auf das Konto des Fördervereins Alte Synagoge bei der Sparkasse Einbeck (IBAN DE46 2625 1425 0002 0230 34) mit dem Stichwort „Stolpersteine“.

(Aktualisiert: 07.06.2018)