Danke: Weitere acht Stolpersteine sind verlegt

Begrüßung bei der Verlegung am 23. November 2019 durch Robert Stafflage (r.) und stellvetretende Bürgermeisterin Antje Sölter (Mitte). Foto: Frank Bertram

Verlegung am 23. November 2019. Foto: Frank Bertram

Der Initiativkreis „Stolpersteine für Einbeck“ ist dankbar für die Verlegung weiterer acht Stolpersteine, die an Opfer des Nationalsozialismus erinnern und einstmals unsere Nachbarn waren. Gunter Demnig hat am 23. November 2019 insgesamt acht Stolpersteine vor drei Häusern in Einbeck verlegt.

Verlegung am 23. November 2019. Foto: Frank Bertram

Verlegung am 23. November 2019. Foto: Frank Bertram

Weitere Stolpersteine werden am 23. November verlegt

Weitere acht Stolpersteine, mit denen an Opfer des Nationalsozialismus erinnert werden soll, werden in Einbeck verlegt. Der Kölner Künstler Gunter Demnig wird die mit einer gravierten Messingtafel versehenen acht Pflastersteine am 23. November an drei Orten in Einbeck in den Gehweg einlassen. Stolpersteine werden vor den letzten selbst gewählten Wohnorten der Opfer des Nationalsozialismus verlegt und sollen alltägliche Mahnmale sein, an denen man nicht vorbei gehen kann.

Der Initiativkreis „Stolpersteine für Einbeck“ lädt alle Interessierten ein, am Sonnabend, 23. November, dabei zu sein. Der Weg beginnt um 16 Uhr in der Benser Straße mit der Begrüßung. Nach drei Stolpersteinen vor Benser Straße 17 für die jüdische Familie Herzberg wird vor Marktstraße 28 für Wilhelm Schramme ein Stolperstein verlegt, der als Mensch mit Behinderung bei der Aktion T4 ermordet wurde. Schließlich werden vor Marktplatz 23 für die jüdische Familie Sollinger vier Stolpersteine verlegt. Günter Tepelmann begleitet die Verlegungen mit seinem Saxophon. Abschließend besteht in der Rathaushalle die Gelegenheit zum Gespräch und Austausch.

Bislang sind 2016 und 2017 in Einbeck insgesamt 29 Steine verlegt worden, außerdem wird seit 2018 mit einer vor dem Eingang zum Neuen Rathaus eingelassenen Stolperschwelle an die Zwangsarbeiter erinnert. Vom Ausheben des Stolperstein-Loches über das Einpassen bis zum Verfüllen – alles ist Teil des Projektes und wird von Gunter Demnig erledigt.

Der Initiativkreis ist organisatorisch eine satzungsgemäße Arbeitsgruppe des Fördervereins Alte Synagoge in Einbeck. Er trägt die Gesamtverantwortung für die Realisierung vor Ort, ist Antragsteller gegenüber dem Künstler Gunter Demnig und der Stadt Einbeck. Die Finanzierung der Stolpersteine inklusive der Verlegung wird durch private Spenden ermöglicht. Diese sind jederzeit möglich auf das Konto des Fördervereins Alte Synagoge bei der Sparkasse Einbeck (IBAN DE46 2625 1425 0002 0230 34) mit dem Stichwort „Stolpersteine“.

(Aktualisiert: 05.11.2019)

Weitere Termine geplant

Gunter Demnig verlegt Stolpersteine.

Die nächsten Stolpersteine in Einbeck werden im November 2019 und im Juni 2020 verlegt. Die genaueren Termine werden noch rechtzeitig vom Initiativkreis bekannt gegeben, der zurzeit die Recherchen für die Menschen realisiert, an die mit den nächsten Steinen erinnert werden soll. Spenden für die nächsten Aktionen sind jederzeit möglich, die Verlegung eines Steines kostet rund 150 Euro. Der Initiativkreis ist organisatorisch eine satzungsgemäße Arbeitsgruppe des Fördervereins Alte Synagoge in Einbeck. Er trägt die Gesamtverantwortung für die Realisierung vor Ort, ist Antragsteller gegenüber dem Künstler Gunter Demnig und der Stadt Einbeck. Die Finanzierung der Stolpersteine inklusive der Verlegung wird durch private Spenden ermöglicht. Diese sind jederzeit möglich auf das Konto des Fördervereins Alte Synagoge bei der Sparkasse Einbeck (IBAN DE46 2625 1425 0002 0230 34) mit dem Stichwort „Stolpersteine“.